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Netzwerk für Integration
für Spätaussiedler und Migranten
der Landeshauptstadt Erfurt

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Aktuelle Informationen

Neue ESF-BAMF Kurse

An der Volkshochschule (VHS) Erfurt werden berufsorientierte Sprachkurse durchgeführt, die vom Europäischen Sozialfond (ESF)und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert werden. Ziel dieser ESF-BAMF-Kurse ist die sprachliche und fachliche Qualifizierung, um auf dem Arbeitsmarkt leichter eine Stelle zu finden oder eine Berufsausbildung bzw. ein Studium zu beginnen. Inhalte sind ein Deutschkurs B2 + Beruf, Fachtheorie sowie ein Praktikum.
Die nächsten Kurs beginnen am 01. Mai sowie am 21. Mai 2012. Nähere Informationen finden Sie im Flyer.



Hauptanteil der Finanzierung für die Integrationsarbeit stammen von Sponsoren und aus Eigenmitteln -
Erste Ergebnisse der Befragung zur Integrationsstruktur in der Landeshauptstadt Erfurt

Die im September durchgeführte Befragung hatte das Anliegen, die aktuelle Situation in Erfurt zu ermitteln. Neue Impulse und Ideen sollen zur Verbesserung der Integrationsarbeit führen. Befragt wurden 50 Akteure vom Netzwerk für Integration für Spätaussiedler und Migranten der Landeshauptstadt Erfurt. Die Befragung wurde von Nguyen Hong Hanh, Friedrich-Schiller Universität Jena in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Integration und Migration Erfurt durchgeführt. Die wichtigsten Erkenntnisse sind: Handlungsfelder der Integrationsarbeit sind Sprachförderung, Integration in die Gesellschaft sowie Betreuung und Begleitung. Schulprojekte wurden als kleinstes Handlungsfeld benannt. Integration bezüglich der Interkulturalität wird im schulischen Kontext wenig beachtet.
Nach Aussagen der Befragten, wurden meistens Schüler und Jugendliche als Zielgruppe benannt. Dies steht im Widerspruch zu den Handlungsfeldern. Laut mehreren psychologischen Studien bilden Kinder schon ab fünf Jahren rassistische Vorurteile (Aboud, F.E., Doyle, A.B.: Does Talk of Race foster Prejudice or Tolerance in Children? In: anadian Journal of Behavioural Science, 1996, 28:3, 161-170). Diese Situation sollte künftig Beachtung finden.
Drittstaatsangehörige, Flüchtlinge sowie Spätaussiedler werden in den Maßnahmen und Angeboten erreicht. Adäquat der Zuwanderung in Erfurt kommen die meisten Migranten aus Russland, Vietnam, Ukraine und der Türkei. (Die Reihenfolge nach Benennung)
Bei der Finanzierung war keine Hauptquelle auszumachen. Wir konnten feststellen, dass die Förderung von bundes-, landes- und kommunalen Mitteln bis zu privaten Geldgebern reicht. Von Sponsoren und aus Eigenmitteln stammt der Hauptanteil der Gelder für integrative Maßnahmen.
Die Mehrzahl der Befragten sieht folgende Faktoren als hinderlich für die Integrationsarbeit an: Sprachkenntnisse, fehlende interkulturelle Kenntnisse der Deutschen, fehlende Offenheit/Toleranz/Akzeptanz, Ausländerfeindlichkeit.
Die wichtigsten Faktoren für den Erfolg der Integrationsarbeit sind: Kooperation zwischen den Organisationen, professionelles und ehrenamtliches Engagement, Toleranz und Akzeptanz.
Von den Befragten wird empfohlen,
1. die interkulturelle Bildung der Deutschen zu stärken und
2. Migranten stärker einzubeziehen.
Diese Empfehlungen sind plausibel, da die beiden Seiten in den Integrationsprozess einbezogen werden müssen. Dies bedeutet, dass eine neue Zielgruppe - die einheimischen Deutschen - beachtet werden muss.
Quelle: Beate Tröster, Nguyen Hong Hanh



Datenbank für Ausländische Bildungsabschlüsse

Die Datenbank anabin liefert Informationen über ausländische Hochschulabschlüsse und akademische Grade sowie Voraussetzungen für deren Erwerb und Hinweise für deren Einstufung im Verhältnis zu deutschen Hochschulabschlüssen.
Die Datenbank ist unter www.anabin.de zu finden.



Fahrerlaubnisprüfungen in Fremdsprachen

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung informiert, dass eine theoretische Fahrerlaubnisprüfung in folgenden Fremdsprachen möglich ist: Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbokroatisch, Spanisch und Türkisch. Es ist nicht möglich in Vietnamesisch eine Prüfung am PC abzulegen.



Projekte "Buchstart" und "Erziehungsratgeber für Migranten"

Die Veröffentlichung „Buchstart“ richtet sich an Eltern und Großeltern kleiner Kinder mit Migrationshintergrund. Ihr liegt die Idee zu Grunde, Kinder bereits weit vor dem Lesealter an die Beschäftigung mit Büchern heranzuführen und sie darauf neugierig zu machen. Die Broschüren sind zweisprachig angelegt (deutsch-vietnamesisch, deutsch-englisch, deutsch-russisch, deutsch-türkisch). Die Förderung der deutschen Sprache und ggf. der anderen Herkunftssprache ist neben der Heranführung an Bücher ein beabsichtigter wichtiger Zusatzeffekt.
Des Weiteren ist ein Elternratgeber „Unser Kind“ erschienen. Es handelt sich dabei um einen zweisprachigen Ratgeber für Migranteneltern mit Tipps zur Kindererziehung in deutsch-vietnamesisch, deutsch-türkisch, deutsch-russisch. Ziel des Projektes ist es, die Integration von Migrantenkindern und damit ihre Chancengleichheit in der Gesellschaft zu fördern. Beide Broschüren sind in Thüringen kostenlos erhältlich, über Ausländerbeauftragter, TMSFG, Tel. 0361 3798750, VZ_AB@tmsfg.thueringen.de.



Veranstaltungsplan des Netzwerkes
Februar/März 2012

Im Veranstaltungsplan finden sie Informationen über laufende Angebote für Migranten, aktuelle Termine, Integrationskurse sowie neue Projekte.
Enthalten ist auch ein Interkultureller Kalender mit Erläuterungen zu jüdischen, islamischen, christlichen, buddhistischen u.a. Feiertagen.
Den neuen Veranstaltungsplan des Netzwerkes für Spätaussiedler und Migranten mit allen Angeboten der Netzwerkmitglieder finden sie hier.



Filmkatalog

Im Zentrum für Integration und Migration stehen ca. 40 Filme zu den Themen Integration und Migration zur Verfügung. Diese können Sie für Veranstaltungen mit Jugendlichen oder Erwachsenen einsetzen. Die Filme stehen kostenlos zur Verfügung. Hier. finden Sie den Katalog mit sämtlichen Filmen.

Dolmetscher und Übersetzer in 25 Sprachen

In der Dolmetscherbörse sind mittlerweile Übersetzer in 25 Sprachen registriert. Sie helfen bei der Übersetzung von Briefen oder bei Besuchen von Behörden oder Ärzten. Den aktuellen Flyer mit allen Sprachen finden Sie hier.

Netzwerktagung

An den Tagungen des Netzwerkes können sich neben den Mitgliedern auch öffentliche und freie Träger, Vereine, Institutionen, Firmen und Verbände sowie interessierte Bürger beteiligen, die Erfahrungen auf dem Gebiet der Integration von Zugewanderten haben oder aktiv tätig sein wollen.

Die nächste Netzwerktagung findet am 14. März 2012, um 09.30 Uhr, im Rathaus, Fischmarkt 1, statt.

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